Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Verbechen aufklären und stoßen im Rahmen Ihrer Ermittlungen auf Missbrauch von Unternehmern, die illegale Einwanderung beschäftigen Was tun Sie?
Das könnte eine dieser Dilemma-Geschichten sein, anhand derer der amerikanische Psychologe LaurenceKohlberg die moralische Urteilsfähigkeit eines Menschen einstufte [siehe dazu Kohlbergs Theorie zur Moralentwicklung].Genau darum ging es SWR-Tatort vom 14.11.2010 aus Stuttgart. Die Kommissare Lannert und Bootz müssen den Mord an einer Mutter, die sich illegal in Deutschland aufhält, aufklären. Zuerst schlägt Lannerts Gewissen, als er die Bekannte der Toten nicht verhaftet, sondern wieder gehen lässt. "Polizisten, die mit dem Gesetz haderten. Kommissare, die an ihre Grenzen kamen – im Konflikt zwischen Menschlichkeit und Pflichtbewusstsein. schreibt Bild-Online. "Schützen die Kommissare die Illegalen, machen sie sich strafbar, schieben sie sie ab, zerstören sie Familien. Eine Grauzone. Mit seinem harmonischen Ausklang hat es sich der Tatort jedenfalls zu einfach gemacht. Die Realität sieht leider anders aus", urteilt Stefan Moriß. Ein wahrhaft düsterer Krimi, der die Wirklichkeit in Deutschland ziemlich genau schildert, wie ein Migrationsexperte in der anschließenden Anne-Will-Show zum Thema illegale Einwanderung meinte. Ohne diese unsichtbaren helfenden Hände, z.B. im Pflegebereicht - salopp von vielen "die polnische Lösung" genannt, würde vieles in Deutschland nicht so funktionieren. Oder wie es die Kinder im Tatort formulierten: "wir müssen die Scheisse weg putzen". Im Film jedenfalls zeigen die Kommissare Gewissen und schützen die Opfer, obwohl die Illegalenn gegen deutsches Recht verstoßen. Welche Stufe nach Koöberg wäre das wohl?
Wer ihn nochmal anschauen möchte, hier ist der Link zum Tatort "Die Unsichtbare"
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